Merci, Chérie - Der Eurovision Podcast

#0327 Alles über Turin - Mit Alina Maria Campia, Sophia Leu, Cristina Giuntini & Matteo Petruzzo

Episode Summary

Wir wollen alles über Turin wissen. Über Kaffee, Schokolade, Haselnuss, Kultur, Museen und das Piemont. Auskunft geben die in Wien lebenden Halbturinerinnen Alina Maria Campia und Sophia Leu, OGAE Italy Präsidentin Cristina Giuntini und Turiner Matteo Petruzzo.

Episode Notes

Wir wollen alles über Turin wissen. Über Kaffee, Schokolade, Haselnuss, Kultur, Museen und das Piemont. Auskunft geben die in Wien lebenden Halbturinerinnen Alina Maria Campia und Sophia Leu, OGAE Italy Präsidentin Cristina Giuntini und Turiner Matteo Petruzzo.

Turin! Turin! Wir fahren nach Turin. Doch bevor es nach Turin geht, geht es einmal nach unten in die Abgründe der Song Contest-Hölle: Wir, Merci, Chérie und die OGAE Austria, wollen von euch wissen: Welcher Song war wirklich der schlechteste Song aller Zeiten und welcher bekam zu unrecht keinen einzigen Punkt. Für unsere Weihnachtsepisode haben wir uns nämlich genau diese Frage gestellt. Voriges Jahr waren es die besten zweiten Plätze. Dieses Jahr die besten und schlechtesten Nullpunkter. Ab 26. Oktober sind die Kanäle offen und ihr könnt in zwei Runden voten: Welche Songs liebt ihr trotzdem noch immer, welche Songs waren wirklich, wirklich schlimm. Das Voting endet am 5. Dezember 2021 um 12 Uhr und das Ergebnis präsentieren wir euch in der Weihnachtsepisode. Alle Infos und den Link zum Formular auf https://www.ogae-austria.at/nulpoints

News gibts von der BBC: Sie arbeitet mit dem Musikverlag TaP Music, der unter anderem Koryphäen wie Dua Lipa, Lana del Rey oder auch Ellie Goulding unter Vertrag hat. Es bleibt spannend. 

Bereits im Dezember werden wir den ersten Song und Interpreten wissen: Die Tschechische Republik drängelt sich vor den traditionell ersten Beitrag aus Albanien. Eingereicht soll angeblich auch Mikolas Josef haben. Genau wie Ilias Kozas in Griechenland, der 2013 in Malmö mit seiner Truppe Koza Mostra abgeräumt hat.

Auf nach Turin: Das Datum steht fest und auch die Stadt: Der Eurovision Song Contest 2022 wird im Zeitraum vom 10. bis zum 14. Mai 2022 im PalaOlimpico in Turin statt finden.

Zeit, die Stadt im norwestitalienischen Piemont einmal näher zu beleuchten. Wir haben dafür vier Gäste vors Mikrofon geholt:

Alina Maria Campia ist in Turin geboren und aufgewachsen, jetzt lebt sie in Wien. Aber die Familie und die Freunde in Turin besucht sie noch regelmäßig - wenn die Pandemie es gerade zulässt.

Sophia Leu ist auch in Turin aufgewachsen und lebt ebenfalls in Wien. Auf ihrer Webseite https://soundslikesophia.com zeigt sie viele Aspekte ihres Lebens, ihre künstlerischen Projekte aber auch ihre Liebe zu Italien.

Der Eurovsion-Fan Matteo Petruzzo lebt in Schottland, stammt aber aus Turin. 

Cristina Giuntini ist die Präsidentin des Fanclubs OGAE Italy. Sie lebt in Florenz und arbeitet als Buchhalterin. Daneben ist sie Sängerin, Schauspielerin und Autorin von spannenden Kurzgeschichten. Und sie studiert außerdem noch.

Turin liegt beim westlichen Alpenbogens am nordwestlichen Ende der Po-Ebene, was das perfekte Frühlingswetter für den Mai verspricht. Der barocke Stadtkern basiert auf römischen Grundrissen, einen schönen Überblick über die Architektur liefert die Dokumentation "Italien von Oben - Die Städte des 20. Jahrhunderts" auf arte. Vor allem die Industriestadt Turin wuchs im letzten Jahrhundert, rund 2 Millionen Menschen leben im Großraum.

Was sollte man unbedingt besucht haben?

Das Nationale Filmmuseum im Mole Antonelliana. Turin ist Geburtsstadt des italienischen Kinos und das Museum ist eine große Empfehlung. 

Das Museo Egizie, das ägyptische Museum, beherbergt die zweitgrößte ägyptische Sammlung der Welt.

Auch die Basilica di Superga, hoch über der Stadt, ist ein weit sichtbares Wahrzeichen der Stadt.

Prägend für die Größe der Stadt sind die Automobilwerke, von denen FIAT Turin auch im Namen trägt. Tausende Arbeiter aus allen Teilen Italiens kamen zum Arbeiten hin. Neue Architektur entstand neben alten Vierteln.

Essen und trinken interessiert uns natürlich auch: Die lokalen Weine sind eine Spezialität. Der Piemont ist auch für seine Fleischspezialitäten bekannt: die Salsiccia di Bra, eine Rohwurst zum Beispiel. Aber auch deftige Nudelgerichte, Gemüse und Schokolade stehen auf der Speisekarte. Vor allem Gianduiotto, eine Nougat-Praline, sollte bei keinem Besuch fehlen. Erfunden wurde im Piemont auch das berühmte Vitello Tonnato. In Turin selbst die Zabaione. Und dann gibt es in unmittelbarer Nähe Turins die Stadt Alba, berühmt für Trüffel einerseits und eine berühmte Nuss-Nougat-Creme aus dem Hause Ferrero. Die Nüsse des Piemont sind berühmt, die Kirschen dagegen eher nicht.

Wir haben mit Christina und Matteo auch über Turin und den Song Contest gesprochen. Was führte zur Entscheidung für Turin? Wie ist das Verhältnis der Italiener zum Song Contest? Und wir hören zwei Song-Contest-Künstler, die aus Turin stammen: Renato Rascel sang 1960 "Romantica" in London, erreichte aber nur den 8. Platz. Den Siegersong "Tom Pillipi" von Jaqueline Boyer hat man fast vergessen, "Romantica" dagegen ist ein Klassiker geblieben.

Der zweite Künstler ist Umberto Tozzi, der 1987 zusammen mit RAF mit dem Song "Gente di Mare" den dritten Platz belegte. Johnny Logan gewann damals mit "Hold Me Now".

Die berühmten Fragen am Schluss werden natürlich beantwortet: Für Cristina und Sophia ist Måneskin mit "Zitti e buoni" aus dem Song Contest 2021 auf der Playlist, Matteo hat eine lange Liste, aber er hört in letzter Zeit immer mehr den spanischen Beitrag "Voy A Quedarme" von Blas Cantó.

Der beste Beitrag aller Zeiten? Für Sophia ist es tatsächlich Måneskin mit "Zitti e buoni", für Cristina ist es der Beitrag Norwegens (und Gewinner) aus dem Jahr 1995: "Nocturne" von Secret Garden. Auch aus Norwegen stammt einer der beiden Favoriten von Matteo: KEiiNO mit "Spirit In The Sky" (2019) und Cláudia Pascoal aus Portugal mit "O Jardim", den sie ihn Lissabon 2018 vortrug.

In der Kleinen Song Contest Geschichte am Schluss erzählt Alkis vom erfolgreichsten und erfolglosesten italienischen Teilnehmer, der auch was mit Turin zu tun hat.